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23.02.2012 - Guter Rat: Hauskäufer aufgepasst: Seniorengerecht heißt nicht barrierefrei

Verschiedene Fachtermini und Werbeversprechen in Objektbeschreibungen verwirren Hauskäufer immer wieder. So auch der Begriff „seniorengerecht“ denn er garantiert nicht Barrierefreiheit oder bestimmte Ausstattungsmerkmale wie Haltegriffe im Bad. Dies geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz hervor.

Im vorliegenden Fall hatte ein Ehepaar Schadensersatz verlangt, weil der Balkonzugang in seinem neu erworbenen Domizil wegen einer hohen Stufe nicht barrierefrei war. Vor Verkauf ist die Wohnung als "seniorengerecht" vermarktet worden.

Laut Gericht hat der Begriff „seniorengerecht“ jedoch keine klar umrissene Bedeutung, aus der sich bestimmte Ausstattungsmerkmale herleiten ließen. Er sei kein Rechtsbegriff mit festem Inhalt. Anders ist die Regelung, wenn der Verkäufer „Barrierefreiheit“ zusagt. Dann regelt die DIN-Norm 18040-2 genau, welche Bedingungen der Wohnraum erfüllen muss.

Immobilienkäufer sollten sich daher vom Haus- oder Wohnungsverkäufer genau erläutern lassen, was konkret mit Versprechungen wie "seniorengerecht", "altersgerecht" oder "behindertenfreundlich" gemeint ist und einen neutralen Berater zu rate ziehen.

Quelle: wohnen im eigentum. die wohneigentümer e.V.
 

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22.02.2012 - Marktdaten: Aufwärtstrend für den Solarmarkt: 140.000 neue Anlagen in 2011

Heizenergie aus Sonnenkraft ist weiter im Aufwärtstrend. Wie der Bundesverband Solarwirtschaft e.V.  bekannt gab, ist der Absatzmarkt für Solarwärme-Anlagen in 2011 um knapp elf Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 149.000 neue Sonnenheizungen auf deutschen Dächern installiert, was einer Kollektorfläche von rund 1,27 Millionen Quadratmetern entspricht.

Damit sorgen jetzt 1,66 Millionen Solarthermie-Anlagen in der Bundesrepublik für Warmwasser und/oder Raumheizung. Der Anteil der Solaranlagen, die neben der Warmwasserbereitung auch die Heizung unterstützen, liegt bei etwa 50 Prozent.
 
Die Erholung des Solarthermie-Marktes wird unter anderem auf die stark gestiegenen Energiepreise, auf das gute Winterwetter und die verstärkte Bereitschaft, Geld in Sachwerte anzulegen zurückgeführt. Die Preise für Heizöl stiegen 2011 um knapp 25 Prozent, die von Erdgas um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. "Immer mehr Bürger nehmen die Energiewende selbst in die Hand. Damit machen sie sich unabhängiger von steigenden Preisen fossiler Energieträger und setzen ein starkes Zeichen für den Klimaschutz", sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar.

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21.02.2012 - Baubranche: Bautipp: Vorsicht beim Kauf von Schlüsselfertigen Häusern

Schlüsselfertige Häuser werden Bauherren als stressfreie und kosteneffektive Alternative zum klassischen Neubauprojekt angepriesen. Doch nach Erfahrungen des Verbands Privater Bauherren (VPB) liegen ihnen oftmals nicht einmal die Pläne für ihr zukünftiges Heim vor.

Sehr oft fehlen beispielsweise auch die Energieberechnungen, ohne die eine neutrale Beurteilung und Werteinschätzung schwer möglich ist. Daher empfehlen Bauexperten, sich Baupläne und Berechnungen frühzeitig vorlegen zu lassen. Erweisen sich die Unterlagen als lückenhaft, kann der Interessent nachverhandeln - oder gegebenenfalls die Vertragsverhandlungen abbrechen.

Sind die Verträge erst einmal abgeschlossen, sind Nachverhandlungen fast immer erfolglos.

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20.02.2012 - Mieten und Vermieten: Heizkosten: Nur tatsächlicher Verbrauch darf abgerechnet werden

In einem aktuellen Urteil entschied der Bundesgerichtshof, dass eine Heizkostenabrechnung nicht anhand der Vorauszahlungen abgerechnet werden darf (AZ VIII ZR 156/11).

Im vorliegenden Fall hatte eine Vermieterin von ihren Mietern eine Nachzahlung auf Heizkosten verlangt. Dabei legte sie ihre Berechnung dem sogenannten "Abflussprinzip" zugrunde und bezog nur die gezahlten Abschlagszahlungen an den Energieversorger in ihre Kalkulation mit ein. Die Mieter wehrten sich gegen diese Art der Berechnung.

Die Entscheidung des Bundesgerichtshofes fiel zugunsten der Mieter aus. Eine Abrechnung nach dem "Abflussprinzip" entspreche laut Gericht nicht der Heizkostenverordnung. Diese besagt, dass nur der tatsächlich verbrauchte Brennstoff abgerechnet werden darf.

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17.02.2012 - Baubranche: Bauexperten kritisieren Erhöhung der Grunderwerbsteuer

Aktuell heben die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Berlin ihre Grunderwerbssteuer auf fünf Prozent und ziehen damit Brandenburg, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Thüringen gleich. Nur noch in Bayern, Hessen und Sachsen werden die Bauherren mit lediglich 3,5 Prozent zur Kasse gebeten. Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt nehmen 4,5 Prozent, im Saarland liegt die Grunderwerbsteuer bei vier Prozent.

"Mit der Erhöhung der Grunderwerbsteuer in immer mehr Bundesländern rückt das eigene Heim für viele junge Familien in weite Ferne", kritisiert Thomas Penningh, Präsident des Verbands Privater Bauherren (VPB). "Neben den gestiegenen Baukosten und den gerade in Ballungsgebieten anziehenden Grundstückspreisen, kommt nun noch die Grunderwerbsteuer als Hindernis hinzu."

Grunderwerbsteuer kassieren die Länder nicht nur auf die Grundstücke, sondern heutzutage in der Regel auf das gesamte Haus. Schuld daran sind laut VPB die Schlüsselfertigimmobilien, für sich inzwischen rund drei Viertel aller Bauherren entscheiden. Auch bei gebrauchten Immobilien haben Käufer schlechtere Karten. Denn die Grunderwerbsteuer, die der Staat bei jedem neuerlichen Verkauf derselben Immobilien wieder in Rechnung stellt, wird auch beim Altbau auf den Gesamtpreis aus Haus und Grundstück fällig.

Das ist nach Ansicht des VPB nicht im Sinne der nachhaltigen Entwicklung. Der VPB spricht sich deshalb mit anderen Spitzenverbänden der Immobilienwirtschaft gegen die weitere Erhöhung und für eine Deckelung der Grunderwerbsteuersätze bei zwei bis maximal drei Prozent aus.

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16.02.2012 - Marktdaten: LBS: Wohneigentum ist wieder finanzierbar

Laut einer Analyse des Berliner Forschungsinstituts empirica erlauben Einkommen, Hauspreise und Finanzierungsbedingungen in 15 von 16 Bundesländern eine Wohneigentumsquote von 50 Prozent oder weitaus mehr.

Für die Untersuchung wurden Einkommens-Daten des Statistischen Bundesamtes mit Informationen aus seiner Preis-Datenbank für gebrauchte Einfamilienhäuser aus dem ersten Halbjahr 2011 verknüpft. Dabei ist der Wohneigentumserwerb im jeweiligen Bundesland für die Berliner Forscher dann machbar, wenn - bei einem Eigenkapital in Höhe eines Jahresnettoeinkommens - die Finanzierungsbelastung von insgesamt 7 Prozent pro Jahr (für Zins und Tilgung) 35 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens nicht übersteigt.

Dass die Potenziale für die eigenen vier Wände nun schon seit längerem so gut sind, liegt laut LBS-Experten daran, dass seit Mitte der 90er Jahre in Deutschland die Zinsen stark gesunken sind, zugleich aber die Hauspreise stabil geblieben und die Einkommen insgesamt zumindest moderat gewachsen sind. Dabei wird in der Analyse nach Bundesländern deutlich, dass im wirtschaftsstarken Süden wegen der dort hohen Immobilienpreise nicht mehr so große Zusatz-Potenziale vorhanden sind. So hat die Eigenheim-Affinität im "Ländle" dazu geführt, dass die Wohneigentumsquote in Baden-Württemberg mit 49 Prozent nur sechs Prozentpunkte hinter dem von den Potenzialen her möglichen Wert zurückliegt.

Auf Dauer, so die Einschätzung von LBS Research, wirken sich die flächendeckend günstigen Bedingungen mit immer noch moderatem Preisniveau und anhaltend guten Finanzierungskonditionen auch auf die weitere Entwicklung der Wohneigentumsquoten aus. Dies werde auch deutlich beim Wohnungsneubau, der im vergangenen Jahr mit einem Plus von 20 Prozent gegenüber 2010 deutlich angesprungen sei und der weit überwiegend im Wohneigentumsbereich stattfinde, verstärkt auch in den Schwerpunkten der Wohnungsnachfrage.

Quelle: empirica / Destatis / LBS Research

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15.02.2012 - Messen & Veranstaltungen: Messetipp: IMMOBILIEN 2012 in Leipzig

Vom 23. bis 26. Februar 2012 findet die Messe IMMOBILIEN im Congress Center Leipzig statt. Während der Bereich "Gewerbe & Kongress" Informationen und Angebote für Fachbesucher bereithält, präsentiert der Bereich „Wohnen & Eigentum“ Produkte und Dienstleistungen rund um die Themen Wohnen, Bauen und Finanzieren.

Hier werden vor allem interessierte Privatbesucher, Architekten, Planer, Bauträger sowie Vertreter der Immobilienwirtschaft in Mitteldeutschland angesprochen. Die IMMOBILIEN 2012 bietet den Besuchern neben der umfassenden Ausstellung ein breites Rahmenprogramm mit Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen.

Ein Höhepunkt ist – wie bereits 2011 – die Messeauktion am 25. Februar, zu der die Sächsische Grundstücksauktionen AG öffentlich Immobilien versteigert. Jeder Besucher kann daran teilnehmen. Egal ob Eigenheime, Mehrfamilienhäuser oder Industrieanlagen – nahezu jede Immobilienart kommt unter den Hammer. Während der letzten IMMOBILIEN wurden 92 Prozent aller angebotenen Immobilien erfolgreich versteigert. Der Erlös lag bei insgesamt 3,2 Millionen Euro.

Messedaten im Überblick

IMMOBILIEN
23. bis 26. Februar 2012
Congress Center Leipzig

Bereich „Wohnen & Eigentum“
24. bis 26. Februar 2012

Öffnungszeiten
Täglich von 10.00 bis 17 Uhr

Preise
Tageskarte kostet 8,50 Euro, ermäßigt 6,50 Euro
Kinder von 7 bis 12 Jahren 3,50 Euro
Kinder bis 6 Jahre haben in Begleitung Erwachsener kostenfreien Eintritt

Weitere Informationen
www.immobilienmesse-leipzig.de

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14.02.2012 - Baubranche: Tipp für Bauherren: Schlechtes Wetter im Vorfeld einkalkulieren

Besonders im Winter kann schlechte Witterung den Bau verzögern oder unterbrechen. Vor diesem Hintergrund gibt es immer wieder Auseinandersetzungen zwischen den Vertragspartnern. Denn durch die Verzögerungen entstehen zusätzliche Kosten, die oftmals vorher nicht einkalkuliert waren.

Die Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht (ARGE Baurecht) rät daher dringend zu klaren vertraglichen Absprachen. Geklärt werden muss unter anderem, wie viele witterungsbedingte Ausfalltage einkalkuliert sind, wer das Risiko darüber hinausgehender Ausfalltage trägt und wie die Ausfalltage gegebenenfalls monetär ausgeglichen werden.

Je früher die Vereinbarungen feststehen, umso reibungsloser läuft der Bau – auch wenn wegen Schnee und Eis einmal nichts läuft.

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13.02.2012 - Facility Management: Urteil: Schneeschippen muss gerecht verteilt sein

Das Amtsgericht Köln hat aktuell entschieden, dass eine Winterdienst-Pflicht nicht nur auf eine Mieterpartei zufallen darf, da diese dadurch unangemessen benachteiligt werden würde (AZ 221 C 170/11).

Im vorliegenden Fall fiel laut Mietvertrag der Winterdienst allein auf die Mieterin einer Erdgeschosswohnung in einem 3-Parteien-Haus zu. Der Vertrag bezog sich auf eine Hausordnung aus dem Jahr 1960, die das Freihalten der Bürgersteine und Hauszugänge als eine Pflicht der Erdgeschossmieter festsetzte. Die Mieterin wehrte sich gegen diese Regelung.

Mit seiner aktuellen Entscheidung gab das Amtsgericht Köln nun der Mieterin recht und erklärte die Regelung für unwirksam, da diese eine unangemessene Ungleichbehandlung der Mieter beinhalte.

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10.02.2012 - Marktdaten: KfW: Bis zu 180.000 neue Wohneinheiten in 2012

Der Aufwärtstrend beim Wohnungsneubau wird auch im Jahr 2012 anhalten. Das signalisiert der aktuelle KfW-Indikator Eigenheimbau, den die KfW für die Wirtschaftswoche berechnet: Er legte im Dezember 2011 im Vergleich zum September um 7,1 Prozentpunkte deutlich zu. Im letzten Monat des vergangenen Jahres planten 36,4 % der von der KfW im Rahmen des Wohneigentumsprogramms geförderten Kreditnehmer einen Neubau oder den Erwerb eines neu gebauten Eigenheims.
 
Gestützt werden die positiven Aussichten für den Wohnungsneubau durch die amtlichen Frühindikatoren. Danach wurden in den ersten zehn Monaten des Jahres 2011 Baugenehmigungen für rund 167.400 neu zu errichtende Wohnungen erteilt. Dies sind 21 % mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Ebenso deutet die Entwicklung der Auftragseingänge im Wohnungsbau auf eine wachsende Neubautätigkeit in den kommenden Monaten hin.
 
Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, erklärt: „Der stetige Aufwärtstrend beim Wohnungsneubau wird gestützt durch das anhaltend niedrige Zinsniveau, die weiterhin robuste Arbeitsmarktlage und damit steigende verfügbare Einkommen. Ebenfalls stimulierend wirkt die Tatsache, dass viele Menschen ihr Geld aufgrund der Unsicherheiten auf den Finanzmärkten aktuell gern in eine Immobilie investieren. Insgesamt rechnen wir damit, dass die Zahl der Wohnungsneubauten auf bis zu 180.000 Einheiten im Jahr 2012 zunehmen wird.“

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